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PRODUKTFAMILIE
FORSCHUNGSERGEBNISSE
MELDEBERICHT
Bezeichnung des beauftragten Forschungsinstitutes:
Agrarwissenschaftliches Zentrum der Universität Debrecen Forschungszentrum Nyíregyháza
Anschrift:
Westsik Wilmos út 4-6
Postfach 12
4401 Debrecen
------------------------------------------------------------------------ 1.) Gegenstand des Forschungsauftrages: Ermittlung der Wirkungsfaktoren des Naturpräparates BIOKÀL bei Pflanzen im Ackerbau, in Gärtnereien und in Obstplantagen.
2.) Forschungsleiter: Frau Dr. Lajosné Mándi
3.) Forschungsdauer: Ab 03.2002 bis zum 01.12.2002 / mit Unterstützung des Ministeriums für Landwirtschaft und Landbauförderung (FMV).
4.) Bericht über die Ergebnisse des Forschungsauftrages:
Bei der erfolgreichen und wirkungsvollen Realisierung von umweltfreundlichen Technologien unter Einhaltung der ökologischen Regelzwängen wird die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Kunstdüngern stark begrenzt.
Wir haben solche Naturbasis-Präparate gesucht, die die Schutzwirkung von chemischen Mitteln bei resistenten Pflanzenarten unterstützen, bzw. die auf die Pflanzen eine so positive Wirkung - bezüglich ihren physiologischen Zustand - ausüben, dass diese von Schädlingen und Krankheitserregern weniger befallen werden können.
Seit fünf Jahren beschäftigen wir uns mit der Untersuchung von Bodennährstoff-Ersatzsystemen für die ökologische Landwirtschaft und mit den Fragen bezüglich der Herstellung vom Saatgut von verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten und Pflanzenarten. Ziel unseres Forschungsauftrages ist es, einen wissenschaftlich nachvollziehbaren Nachweis für die - mit dem Naturbasis-Präparat BIOKÀL gemachten - positiven Erfahrungen zu erbringen.
A: BIOKÀL-Anwendung in Obstgärten mit integrierten Pflanzenschutzmitteln.
Das Präparat wird seit drei Jahren in einem 5-Hektar großen Obstgarten angewendet. Die Verteilung der verschiedenen Apfelbäumen (Apfelsorten) ist wie folgt:
- Délia (Idared spur) 45%
- Sirprice 45%
- Florina 10%
Das Mittel wurde in folgenden Stadien und Konzentration angewendet:
1.) Als reinigende Spritzung / Konzentration: 5 %
2.) Als Austriebspritzung / Konzentration: 5 %
3.) Als Nachblütenspritzung / Konzentration: 5 %
Bei allen Sorten wurde die auffallende Intensität des Triebwuchses nach der Behandlung beobachtet.
Im Juli 2002 wurden die Obstbäume der Sorte „Délia“ mit dem Erreger der Pflanzenkrankheit Feuerbrand (Ixora) fast zu 100 % infiziert. Alle Bäume mußten entfernt und verbrannt werden. Gleichzeitig wiesen die Sorten „Sirprice“ und „Florina“ keinerlei Schäden auf, beachtenswert ist, dass keinerlei Infektionsspuren nachgewiesen werden konnten.
Auf dem Gebiet der Forschungsinstitutes „Újfehértó“ wurde das Präparat BIOKÀL ebenfalls gegen Feuerbrand eingesetzt. Nach meinen Informationen waren die Ergebnisse ebenfalls sehr positiv bewertet worden. Als einziger Nachteil gegenüber von „Steptomizin“ wurde der höhere Anschaffungspreis genannt. Eine weitere Untersuchung sollte die Einsatzvorteile eines natürlichen Mittels gegenüber Antibiotika belegen. Ferner wurden vorschriftsmäßige Pflanzenschutzmaßnahmen unter isolierten Bedingungen behandelt. Es wurden verschiedene Proben von Apfelsorten und deren Veredelungen aus der sog. „In vitro“-
Fortpflanzungsverfahren dahingehend untersucht, wie diese auf eine BIOKÀL-Behandlung reagieren. Das Präparat wurde durch Spritzung bzw. durch Angießen 3x (jeweils in 5 %-iger Konzentration) auf die Pflanzen gebracht. Ausgehend von der Größe der sog. „In Vitro“-Pflanzen wurden die Wachstumsintensität sowie die Anzahl der Blätter der Pflanzen beobachtet. Die Ergebnisse sind auf den anliegenden Seiten zu sehen Blatt 1-2.
Es wurden je nach Sorte, unterschiedliche Reaktionen auf die BIOKÀL-Behandlung
festgestellt. Die Sorten „Jonagold“ und „Royal Gala“ wuchsen intensiver nach dem Gießen, die Sorten „JTE-H“ und „MM-106“ haben jedoch eine höhere Wachstumsintensität nach der BIOKAL-Spritzung gezeigt Siehe Anlage 1. .
Die Sorten „Prima“ und „M-26“ haben keine positiven Wachstumsreaktionen gezeigt, eine höhere Anzahl der Blätter wurde dagegen sowohl bei den gespritzten als auch bei den begossenen Pflanzen beobachtet. Siehe Anlage 2. .
B. Beizung vom Saatgut, Saatkartoffeln und „In Vitro-Saatkartoffeln“ mit BIOKÀL in
einer Konzentration von 5 %:
Ergebnisse der Beizung beim Saatgut: Die Konzentration von 5 % ist ausreichend für Herbstweizen, Roggen, Gerste, Hafer und Sonnenblumen. Der anfängliche Triebwuchs ist um 10-30 % intensiver. Das wirkt auf die Ernteergebnisse sehr positiv aus, die Wirkung ist Sortenabhängig. Bei 4 verschiedenen Sonnenblumen-Hybriden (mit niedriger Keimungsreife)
wurde die Keimungsreife um 12-34 % erhöht, bei 6 weiteren Sorten wurden nach der BIOKÁL-Behandlung keine Veränderungen festgestellt.
B./I. Beizversuche mit „In Vitro-Saatkartoffeln“:
Es wurden die Sorten „Desiré“ und „Cleopatra“ / Größe der Kartoffelknollen ø 2-3 mm bzw.
ø 4-5 mm mit einer 5 %-igen Lösung des Präparates BIOKÀL gebeizt. Siehe Abbildung 1. .
Die Knollen wurden in eine Versuchsschale gepflanzt und mit der Lösung begossen. Nachdem die Pflanzen eine Größe von 10 cm erreicht haben, wurden sie in ein Folien-Gewächshaus umgesetzt. Nach zwei Monaten wurden die Knollen sowohl der Kontrollpflanzen, als auch der mit BIOKÀL-Lösung behandelten Pflanzen geerntet.
Die Ergebnisse haben eindeutig gezeigt, dass die Anzahl der Knollen der mit BIOKÁL behandelten Pflanzen höher waren Siehe Abbildung 2. . Außerdem wird das Gewicht der einzelnen Knollen in den größten und den kleinsten Fraktionen erhöht Siehe Abbildung 3. .
Wenn wir die Verteilung der Knollen nach deren Abmessungen betrachten (bei der Sorte Desiré), stellt sich eindeutig heraus, dass das Abbindeverhältnis durch die BIOKÀL-Behandlung in den Fraktionen IV-V. (kleinste Knollen) das größte ist, was gleichzeitig die Erhöhung der Fortpflanzungsrate bedeutet. Diese Tatsache ist in erster Linie beim Kartoffelanbau ein großer Vorteil.
B./II. Beizversuche mit Saatkartoffeln:
Behandelte Sorten: „Cleopatra Import“-Saatknollen der Qualitätsklasse „A“.
Der Ackerboden sowie die eingesetzten Kartoffelknollen wurden mit folgender Mischung
- durch die Hilfe eines speziellen Zusatzgerätes (geeignet für die Verteilung von flüssigen Bodendesinfizierungsmitteln) - gegen Schädlinge im Ackerboden und gegen Kartoffelkäfer, sowie gegen Blattläuse bespritzt:
BIOKÀL – 10 l/ha + PRESTIGE 290 FS – 2,5 l/ha.
Die Größe der behandelten Fläche war insgesamt 0,4 ha.
Die Größe der zum Vergleich angebauten Kontrollfläche war 1,6 ha.
Die Höhe der mit BIOKAL behandelten Pflanzenwuchses war im Vergleich 10-15 cm höher als auf der Kontrollfläche. Da es sich hier um Saatgutkartoffeln handelte, wurde das Kartoffelkraut am 15. Juli entfernt. Am 25. Juli wurden von beiden Anbauflächen je 100 Stöcke geerntet. Die geernteten Knollen wurden analysiert, nach der Größe fraktioniert, gezählt und einer Gewichtskontrolle unterzogen Siehe Abbildung 4-5. . Es wurde eindeutig festgestellt, dass die Fortpflanzungsrate bei der Sorte „Cleopatra“ ebenfalls höher ausfiel, zwar etwas niedriger als bei der Sorte „Desiré“ (es ist genetisch bedingt), die Gewichtszunahme wurde durch die Behandlung jedoch eindeutig verbessert. Aus dem Ernteergebnis von diesen 100 Stöcken wurde das Ergebnis auf je t/ha hochgerechnet
Siehe Abbildung 6. . Ein Erntezuwachs konnte durch die Anwendung von BIOKÀL eindeutig nachgewiesen werden.
C. Es wurde ein - mit Herbstweizen und Roggen - ökologisch angebautes Feld mit der 5 %-igen BIOKÀL-Lösung zu zwei verschiedenen Zeitpunkten behandelt.
Die erste Behandlung wurde zum Zeitpunkt der Kopfdüngung im Frühjahr (10.03.), die zweite während des Ährenschiebens durchgeführt. Bereits das augenscheinlich positive Bild deutete auf eine wirkungsvolle Behandlung hin, der Erntezuwachs von fast 20 % hat die konditionierende Wirkung des Präparates eindeutig bewiesen. (Größe des Feldes: 15 ha)
D. Die Feldbehandlung und Beizung bei Sonnenblumen haben sehr positive Ergebnisse gezeigt, gleichzeitig sind jedoch viele offenen Fragen aufgetaucht.
Bei einigen Hybriden konnte durch die BIOKÀL-Behandlung eine höhere Kernöl-Ausbeute erzielt werden, die Schalenfruchtmenge und die Keimfähigkeit wurden ebenfalls optimiert. Bei Genotyp-Arten konnte keine meßbare Wirkung nachgewiesen werden.
E. Durch die Anwendung des BIOKÀL-Präparates bei Setzlingspflanzen konnten die mit der größten Anzahl von Versuchspflanzen durchgeführten Erfahrungen gesammelt und zusammengefaßt werden.
Da wir BIOKÀL für kommerzielle Zwecke gezüchteten Pflanzen auf dem Anbaugebiet der Fa. KITE in Nagykálló anwenden sollten, konnte das Präparat ohne Zusätze nicht eingesetzt werden. BIOKÀL wurde lediglich als Zusatz für die eigene Nährmittel-Lösung verwendet.
Gesamtergebnisse:
Das Naturbasis-Präparat BIOKÀL kann in der Praxis für ökologisch unbedenklichen Produkten in der Bio-Landwirtschaft, für umweltschonende Technologien in der Pflanzenzucht und bei der Saatgutproduktion als Bodenkonditionierungs- und Ertragssteigerungsmittel eingesetzt werden. Im Laufe der Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die größte Wirkung bei Jungpflanzen in der Phase der Keimbildung erzielt werden kann. Das Mittel ist wachstumsfördernd und stärkt den physiologischen Zustand der Pflanzen. Der Einsatz des Präparates wurde in der Gesamttechnologie in einer solchen Phase integriert, die keine zusätzlichen Arbeiten bei der Anwendung (Beizprozeß, Pflanzenschutz, Kopfdüngung, usw.) erforderlich machten.
Die Erkenntnisse als Ergebnis der Forschung wurden auf dem Gelände des Institutes in der Praxis angewendet.
Saatkartoffel-Produktion auf 2 ha, Herstellung von 300 Tausend Primär- und Sekundär- Kartoffel- Zuchtpflanzen, auf einer 47 ha großen ökologisch angebauten Fläche für Weizen, Roggen und Luzerne, auf einer 5 ha großen Apfelbaum-Plantage. Auf den Produktionsfelder der Fa. KITE in Nagykálló für die Zucht von nahezu 3 Millionen Paprika-, Tomaten und Gurkenpflanzen (Setzlingen).
Neben der bedeutenden Versuchsförderung durch das Ministerium für Landwirtschaft und Landbauförderung (FMV) hat uns Herr László Kálmán, der Hersteller des Präparates BIOKÀL, mehrere Hundert Liter des Mittels kostenlos zu Verfügung gestellt und damit zur Durchführung der Versuche beigetragen.
Nyíregyháza, 02. Dezember 2002
Unterschrift:
Frau Dr. Lajosné Mándi
(Forschungsleiter)
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